Samstag, 31. Januar 2015

Schnitte selber entwickeln

Beim letzten  MMM schrieb ich über meine "Kollektionen", hört sich vielleicht etwas hochtrabend an, mir fiel nur kein besseres Wort ein. Da ich mir irgendwann einmal in den Kopf gesetzt habe, dass ich zu jeder MEINER Grund FARBEN   - Mantel, Jacke, Oberteil, Hose, Rock, Tasche - haben wollte, war das natürlich ein ziemlich großes Projekt. Mir war klar, dass es eine gewisse Zeit braucht, trotzdem musste es auch irgendwie schnell gehen, deshalb hab ich ganz einfache Schnitte benutzt und die dann immer wieder. 

Hier mit dem gleichen Schnitt zwei Mäntel, der Lila mit einem einfachen, geraden Kragen aus dunkel lila Samt, der schwarze Kunstpelz hat einen Schalkragen. Der Stoff da drunter ist auch schwarz mit einem weißen, flauschigen Futter, das schon am schwarzen Stoff dran war.


Auf diese Weise kopiere ich einfach meine schon vorhandenen Teile. Das geht nicht mit jedem Schnitt, aber mit den Mänteln ist das praktisch und schnell. Ich weiß schon, das die angeschnittenen Arme nicht immer optimal sind, aber so schlecht sitzen die Mäntel nicht. Von dem gleichen Schnitt habe ich noch einen blauen Mantel, wo als Kragen ein kuscheliger Schal angenäht ist. Ich trage sie alle gerne, aber irgendwie hab ich keine anderen Fotos davon.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Der Karierte Mantel bei MMM

               


Es ist ja Winter und deshalb ist bei mir das Thema "Mantel" noch aktuell. Dieser ist zwar mehr für die Übergangszeit, aber eben Mantel.
Er gehört zu meiner Blauen Kollektion, das heißt, dazu gibt es ein passendes weites Oberteil, auch mit dem blau / roten Karostoff abgesetzt, eine schlichte blaue Hose und auch einen einfachen engen blauen Jerseyrock. Ich kann unter dem Mantel auch einige meiner anderen einfarbigen blauen Oberteile tragen. Rot ginge auch, aber sowas ist nicht in meinen Schränken. Alle diese Teile sind selbst genäht.

Und natürlich dazu eine passende Tasche. Auf dem Foto habe ich sie etwas heller hervor gehoben, damit sie besser zu sehen ist. In Wirklichkeit ist die Farbe genauso wie beim Mantel.



Ja, ich weiß, dieser Kleidungsstil ist jetzt nicht besonders Figur - vorteilhaft und ich weiß auch, dass es für meine Körpergröße eventuell zu weit ist. Aber ich mag diesen Stil nun mal, ich fühl mich in den wallenden Stoffen so wohl.
Kleider und Oberteile meiner aktuellen Nähperiode werden jetzt langsam etwas schmaler, mal sehen, was sich noch entwickelt.

Ich wünsche allen Teilnehmern nähfreudige Tage bis zum nächsten Mittwoch und grüße Euch herzlich

Donnerstag, 22. Januar 2015

Eine neue Kosmetik Tasche

Böse Zungen behaupten, dass Frau mit zunehmendem Alter immer mehr Kosmetik Produkte braucht. Egal - meine alte Kosmetiktasche platzte aus allen Nähten, eine neue musste her. 

Eines meiner Oberthemen ist "Recycling" also fand sich alles dafür in den Kästen. Ein altes Jeanskleid, das mir nie richtig gefallen hat, wurde zur Außentasche; ein abgelegtes, noch sehr schönes kariertes Oberhemd von einem Freund durfte das Innenfutter werden. 


Für die Polsterung zwischen Ober- und Unterstoff liegt bei mir eine alte synthetische Bettdecke rum, die ganz toll dafür geeignet ist. Sie hat bereits einige Taschen im letzten Jahr abgepolstert. Auch der Reißverschluss hat schon irgendein Teil verschlossen. Bei Klamotten, die dann doch weg müssen, trenne ich Reißverschluss und falls vorhanden, auch die Knöpfe ab.

Auf der Seite "Taschen" sind die Bilder zu finden.


Mittwoch, 21. Januar 2015

Der ROSA Wintermantel bei MMM



Das war 2005 - ist schon  `ne Weile her, ich liebe ihn immer noch. In diesem Jahr war es noch nicht kalt genug für ihn.
Der Schnitt ist wie viele von mir selber entwickelt. 
Das untergeordnete Thema ist hier für mich: In welchem Outfit traue ich mich auf die Straße?
Irgendwann zu Beginn der 2000er Jahre, ich weiß nicht mehr ganz genau wann, begann mein Körper sich zu verändern. Ich passte immer weniger in meine leicht strenge Business Kleidung rein. Außerdem fand ich diese Klamotten inzwischen langweilig in Farb und Form. Eine Kollegin stach aus unserer "Kollegenmasse"  mit einem sehr schicken Lagenlook (z.B. von Rundholz) hervor. Mir gefiel das sehr, nur konnte ich es mir nicht leisten, meine Kleidung in dem totalen Umfang neu anzuschaffen. Ich erinnerte mich an meine Nähkünste und entwickelte die dollsten Sachen. Manche sahen wirklich sehr schräg aus, ist mir heute noch fast etwas peinlich. 
Aber das Gefühl der wallenden Stoffe um mich herum hatte was. Viel Stoff um mich herum schlingen mochte ich schon immer. Ein Vorteil war auch, dass ich meinen Körper verstecken konnte.

Ja und dann musste ich mich der Öffentlichkeit quasi "stellen" was anfangs nicht ganz einfach war. Aber auch hier half die Kollegin weiter, die sehr pragmatisch sagte, das sei nur am Anfang schwer, man gewöhne sich daran. Und so war das dann auch.

Der Rosa Wintermantel ist aber jedes Mal wieder eine Herausforderung - ich war damit mal in der Friedrichstraße in Berlin Mitte, wo das Straßenbild sowieso recht bunt ist, da rief eine junge Frau im Coffee Shop:  Oh, da ist ja ein Rosa Teddybär. Natürlich gab es ein großes Gelächter und hat gleich die Stimmung angehoben. Das macht das Leben fröhlich - und was will der Mensch mehr? In diesem Sinne wünsche ich allen einen fröhlichen restlichen Mittwoch.

Dienstag, 20. Januar 2015

Schneiderpuppe selbstgemacht

Heute konnte ich endlich mit dem Bau meiner 3. eigenen Schneiderpuppe beginnen. Eine Freundin hatte sich erbarmt, mitzumachen, denn alleine geht's leider nicht. Zwei Stunden sind mindestens nötig und mit Hilfe von einer halben Flasche Sekt und einer großen Rolle Tape - Gewebeklebeband, schafften wir es, mich in Klebeband zu verpacken. (Fotos gibts keine, ich sag jetzt einfach mal nicht, warum!!)
Hier wird es bei burda ganz schön gezeigt:
  
http://www.burdastyle.de/anleitungen/how-to/wie-geht-eigentlich--eine-massbueste_aid_2704.html

Die beiden ersten Büsten benutze ich zwar, weil das einfach sehr sehr hilfreich beim Klamotten-Nähen ist, aber sie sind nicht formvollendet, weil mit Bauschaum gefüllt, was nicht unbedingt eine der besten Ideen dieser Welt ist. Ich hab ja durchaus schon ein paar Ausbuchtungen am Körper, aber der Bauschaum hat einfach noch einige dazu gebaut. Und das ist natürlich nicht besonders hilfreich.
Deshalb wird diese Puppe mal NICHT mit Bauschaum gefüllt, sondern mit Stoffresten ausgestopft. Vorher muss ich allerdings noch ein Plastik-Rohr in der Puppe befestigen, ein Rohr aus der Sanitärabteilung eines Baumarktes. Als Standfuß verwende ich einen alten Stehlampen Fuß. Dieses Rohr soll dann mitsamt dem Body über die alte Stehlampe geschoben werden. Hat sich bei den anderen Puppen sehr bewährt. Allerdings hat der Bauschaum das Rohr gut fixiert - und was nehme ich nun???   Das Teil muss nämlich möglichst fest sein, sonst eiert man damit so rum.
Die Befestigung mit dem Standfuß bei der burda Puppe erscheint mir  nicht besonders optimal.

Meine Puppe muss nun noch ausgebessert und verstärkt werden, das passiert in den nächsten Tagen.

Samstag, 17. Januar 2015

Über MICH

Bei einer anderen Bloggerin las ich, dass sie es schön fände, ein bisschen mehr über den Menschen zu erfahren, der hinter dem Blog steht, sich viel Mühe mit dem Nähen und dem Blog gibt. Das hat mir gefallen und deshalb gibt es jetzt auch bei mir die Seite  "ICH" !
Jetzt wird aber erst mal wieder genäht .......................

Donnerstag, 15. Januar 2015

Bin dabei

Ich habs geschafft und bin jetzt auch dabei beim MMM. Und ganz alleine, ohne Hilfe - der Umgang mit Laptop und Internet ist nicht so einfach, wie die "Profis" (die ganz viel können) immer behaupten, ich zumindest musste es mir mühevoll erarbeiten.
Anleitungen erst mal finden  -  lesen  -   verstehen  -  ausprobieren  -  

und dann muss es ja auch noch funktionieren, das kostet einfach Zeit. Mein Vorteil ist, dass ich gerne rumprobiere und neugierig bin, ich kann stundenlang rumkrepeln und dadurch lerne ich natürlich ständig dazu.  Genau  ---   so wie gestern. Ich bin mit mir zufrieden!!!!!

Mit dem Nähen ist es übrigens genauso, im Moment tue ich mich schwer mit dem Ansetzen von schmalen Ärmeln. Nicht das ich das nicht kann, aber ich bin oft mit dem Ergebnis nicht so ganz zufrieden. Zufällig schaute ich gestern mal in ein Buch, das ich schon lange habe und fand noch eine andere Variante, die ich heute unbedingt ausprobieren werde.

Hier ist das Buch:


Mittwoch, 14. Januar 2015

Mein erster "Me made Mittwoch"

Nun will ich auch endlich mal beim MMM mitmachen. Genug zu zeigen habe ich, da offensichtlich auch schon bereits fertige Teile dargestellt werden können. 
Anfangs dachte ich - Wahnsinn, die Frauen nähen zu jedem Mittwoch was Neues - ! Das würde ich nicht mal als Rentnerin schaffen. Am 7.1. schrieb Melleni über ihre Kleider  und da war mir dann klar, wie es funktioniert. (Übrigens - interessanter Blog Melleni, hab mir viel angeguckt und war sehr angetan.)

Also, ich bin Agathe und stümpere schon seit einer langen Weile an meinem Blog herum -  durch das Abgucken von den anderen Blogs und auch den Erklärungen von MMM lerne ich ständig dazu und konnte  jetzt wenigstens das Logo von MMM auf meinem Blog verlinken.

Jetzt zu meinem Outfit: Ich habe Kleidung in meinen Grundfarben, zu 80 % selbst genäht, hier geht es heute um LILA. Auf Reisen beschränke ich mich auf ein oder zwei Farben - je nach Länge der Reise. Hier war ich in NRW, an dem Tag gekleidet mit meinem LILA Ensemble, in einem Möbelhaus und dort stand   ein LILA Sessel  war ja klar, dass ich da rauf musste und ein Foto sein musste !!!!



Zu diesem LILA  Outfit gehört eine Jacke, ein Oberteil und noch eine Hose, alles aus einem leichten Wollgemisch. Das hatte ich schon vor ganz langer Zeit genäht, bin aber zwischenzeitlich leider aus dem Oberteil herausgewachsen. Aber, wenn man selber näht, ist das ja gar kein Problem, dann wird einfach erweitert. Der gemusterte lila Stoff ist aus einer festen Seide und diente dazu, das Oberteil mit einem Streifen zu erweitern.
Und dieser Streifen hat natürlich OPTISCHE Vorteile - ich bin nicht sehr groß, leider in den letzten Jahren etwas pummelig geworden - naja, ich glaube es streckt ein wenig und fühl mich wohl drin.

Dann bekam die Jacke noch Kragen und Stulpen aus dem Seidenstoff, weil sie vorher etwas langweilig aussah. Die Seide reichte sogar noch für einen kleinen Rock. Oberteil und Jacke könnte ich auch mit der passenden Hose variieren. (Gibt leider kein Foto davon). Die Tasche ist auch von mir selbst genäht. Tja, das wars fürs erstemal

Montag, 12. Januar 2015

Kulturtasche

Trotz dem Weihnachtskleid-Desaster hatte ich zwischen den Feiertagen wieder Lust auf ein neues Projekt, eine Kulturtasche für eine kleine Reise. Die detaillierte Beschreibung ist auf der Seite "Taschen" zu finden.


Das Weihnachtskleid - Desaster

Inzwischen hat das neue Jahre begonnen und ich musste schweren Herzens hinnehmen, dass es mit meinem Weihnachtskleid nichts wurde. Ich hätte es schaffen können, aber ein wirklich dummer Fehler hat das verhindert. Mein Stoff war sehr glitschig, das hab ich durchaus bemerkt, aber nicht die entsprechenden nötigen Vorkehrungen getroffen. Das hat mir zwar wichtige Erkenntnisse gebracht, aber das war auch alles. Das Rohmodell war fertig und sah an meiner selbstgemachten, allerdings nicht besonders gut gelungenen Schneiderpuppe einigermaßen gut aus.

Aber an mir selber schlug es auf einer Seite zwischen Ausschnitt und Schulter Falten. Anfangs versuchte ich, den Fehler durch Veränderung der Schulternaht zu verbessern, aber nur die Zeit lief mir durch die Hände und nichts stellte mich zufrieden.  Es ging nicht anders, es musste alles aufgetrennt werden und mit den Schnitt-Teilen abgeglichen. Dabei stellte sich heraus, dass der Stoff wohl beim Zuschneiden verrutscht war und eine Hälfte nicht zu der anderen passte. 
Es fällt mir sehr schwer, an so einer Stelle aufzugeben, aber ich hatte keine Lust auf Stress kurz vor Weihnachten. Da ich genug Kleidung im Schrank habe, war das grundsätzlich nicht das Problem - aber mein Stolz hat etwas gelitten. 
Das Kleid bekommt nun in der vorderen Mitte eine Naht und die eine Seite wird neu zugeschnitten. - Irgendwann -