Mittwoch, 29. April 2015

Blaues Ballkleid

Das ist doch nicht möglich, ich habe mir gerade durch unkontrolliertes Klicken diese Seite zerschossen. 
Da ich die Fotos noch habe, werde ich sie neu bauen.
(Bin völlig entsetzt)

Mittwoch, 22. April 2015

Die blaue Serie ....

... und noch zusätzlich das Thema "Upcycling".


Heute beim MeMadeMittwoch beginnt meine blaue Serie.
Das Oberteil aus meiner blauen Kollektion ist das Besondere Teil von Heute, es ist aus einem alten Rock meiner Mutter geschneidert. 


Ich hab noch ein dunkelblaues T-Shirt drunter

Das Design von dem Rock hat mir immer gefallen, leider weiß ich nicht, wann sie ihn gekauft hat. Früher als die 80er Jahre wird es nicht gewesen sein. Es war das erste Mal, das ich ein altes Teil umbaute, damals hatte ich noch nicht an Fotos gedacht. Es war ein leicht ausgestellter Rock mit Bündchen und Knopfleiste und einem ungewöhnlichen Muster in Blau-Weiß.



Ich wusste von Anfang an, dass ich ein Oberteil daraus nähen wollte und da nicht genug Stoff da war und auch etwas Ruhe in das Muster rein sollte, habe ich eine Art Schulterpasse aus dunkelblauem Stoff eingearbeitet. Es hat einen kurzen angeschnittenen Arm.

Detailfoto mit Katze 

Von Beginn an hat mir der Schnitt irgendwie nicht gefallen und das Teil hing mindestens 2 Jahre im Schrank. Seit ein paar Tagen ist es meinen kritischen Augen ausgesetzt und als Ergebnis werden jetzt Abnäher eingearbeitet, weil es sehr kastig aussieht.  Und da es ziemlich lang geraten ist, wird dieses Oberteil nicht mehr mit langen Hosen getragen, sondern mit Leggings und einem kleinen engen Rock drunter. 

Allein diese Entscheidung ist schon eine Veränderung.
Dazu trage ich, wenn es kühl ist, eine blaue Jacke aus einem dickeren Jerseystoff - noch wie bisher mit einem angeschnittenen Ärmel in Fledermaus-Art. 



Von diesem Schnitt werde ich mich in Zukunft verabschieden, weil der eingesetzte Arm doch etwas schlanker (!!) macht und ich ihn mittlerweile viel besser beherrsche. Die neue Technik, die ich mir irgendwo abguckte, geht fast genauso schnell und damit bin ich zufriedener.
Hier hatte ich diese Technik vorgestellt.

Der kleine, kurze Rock ist auch aus Jersey, kaum zu sehen, aber auch nicht besonders spektakulär - eben ganz einfach.
Dazu eine meiner beliebten Umhängetaschen, die ich unbedingt brauche, weil ich gaaanz viele wichtige Sachen mit mir rumschleppe. Bis auf Handwerkszeug ist wirklich alles dabei.
Natürlich auch in Blau aus verschiedenen Stoffen, die richtig Arbeit gemacht hat, weil ich das Gewusel auf der Taschenklappe mit der Hand aufnähen musste. Jetzt auf den Fotos habe ich den Eindruck, dass diese Tasche für einen kleinen Menschen....... - naja, aber wie gesagt, sie muss so sein.

Gestern Abend nach der Gartenarbeit nahm ich mir die Zeit, um die Abnäher in das Oberteil einzunähen. Der angeschnittene Arm gefällt mir zwar immer noch nicht, aber wann ich das ändere, weiß ich heute noch nicht. Erst mal geht es, finde ich.




Diesmal ohne T-Shirt drunter.
Ich sehe die leichte Modellierung schon, aber der Ärmel nervt mich, vielleicht gehe ich heute Abend ran - vielleicht.


Hier geht´s zum MMM und den anderen Näh - Damen und ich muss jetzt dringend zum Friseur!!

Dienstag, 21. April 2015

Der rosa Kitsch hat mich erwischt

Ich weiß, ROSA ist auch irgendwo schrecklich, aber manchmal kann ich mich einfach nicht wehren. Es ist wie es ist. Und ich muss es mal so deutlich sagen, mit zunehmendem Alter wird das immer schlimmer !!!!!!!!!!!!

Die komischen dünnen Kleiderbügel

6. Februar 2016 - Nachtrag -

Bei http://handmadeontuesday.blogspot.de/
fand ich das Thema "Upcycling", das mir sehr wichtig ist und in meinem Blog noch viel zu wenig aufgetaucht ist. Deshalb zeige ich meine Aufhängung nochmal, zumal sich diese Idee aus 2015 bis heute bewährt hat.
Die Taschen sind übrigens von mir selbst genäht.




April 2015

Bei meinen diversen Taschen entsteht langsam ein Unterbringungsproblem, vor allem bei denen, die ich nicht in Schränke oder Fächer quetschen möchte. Oft kommen mir Ideen sehr spontan aus anderen Situationen heraus, wie z.B. beim Schrank - aufräumen, da warf ich pööö a´ pööö die schrecklichen dünnen Kleiderbügel von der Reinigung raus. Da bei mir nicht sofort alles weggeworfen wird  ( - hat Vor- und Nachteile  - ) lagen die also in irgendeiner Ecke rum und als irgendwann mein Blick drauf fiel, passierte dieses spontane Ereignis und die Idee sprang aus meinem Kopf. Ich will nicht behaupten, dass ich das nicht irgendwo mal gesehen habe, aber daran erinnere ich mich nicht.
Wie auch immer - tata ..........






Mit zwei Zangen zurecht gebogen und fertig. Und die hängen richtig gut!!!!

Also mir gefällt es und ich bin gespannt, was sich die anderen kreativen Menschen hier beim Thema Upcycling ausgedacht haben. 


Mittwoch, 15. April 2015

MeMadeMittwoch leider in Schwarz am 15.4.2015



Irgendwie kriege ich den Dreh für frühlingshafte Klamotten nicht. Liegt einerseits am Wetter  -  ist aber auch wirklich eklig kalt ständig und dann noch an dem Umständen, die nicht „weg zu bloggen“ sind. Denn auch Beerdigungen sind ein Teil unseres Lebens, eine alte Frau starb in Frieden, ohne langes Leiden und  nach alter Tradition wollte ich mich in schwarzer Kleidung von ihr verabschieden. In meinem Kleiderschrank befindet sich zwar eine schwarze Kollektion, aber ohne langärmeliges Kleid. Stoff ist genug vorhanden, einen für mich gut passenden Grundschnitt habe ich auch schon lange und so ging alles ganz schnell. 
Das ganze möchte ich Euch bei MeMadeMittwoch präsentieren.
Bei den ersten Anproben kamen erste Zweifel auf, irgendwas gefiel mir nicht. Erst als ich diese Zweifel bei einem Telefonat aussprach, klärten sich meine Bedenken und ich kam zu dem Schluss: 


ich sehe aus wie eine ALTE FRAU in schwarzem Kleid


und das war natürlich schrecklich. (Ich bin zwar schon älter, aber ich muss ja nicht wie meine Großmutter aussehen !!!!!! )  Und weil ich so entsetzt war, hab ich das Foto vergessen. 

Der Freund am Telefon schlug vor, mit einem Stoffgemisch eine Spannung einzuarbeiten. Also bekam der spitze Halsausschnitt einen fluffigen Kragen aus einem anderen luftigen schwarzen Stoff, was schon mal nicht schlecht war, mich aber immer noch nicht endgültig überzeugte. 



Und während ich mir ein Essen kochte, kam der Geistesblitz  -  ich kann bei meiner Figur einfach keine kniekurzen Kleider tragen  -  und da mir sowieso Oberteile fehlen  -  schnipp, schnapp und alles war klar. 

 


Einen schwarzen Rock hatte ich schon und so war ich zufrieden und machte mich an die Feinarbeiten. Für eine Beerdigung ist dann auch noch der Ausschnitt zu groß geraten, was aber mit einem kleinen Dreieck reguliert wurde. Vielleicht trenne ich das später wieder raus – weiß ich jetzt noch nicht.



Das Teil hat einen angesetzten Arm, der sehr gut sitzt und mehrere Abnäher, die den Körper ganz leicht modellieren.

Den Rock habe ich schon länger, er ist zusammengesetzt aus verschiedenen Stoffresten, ich mag die strenge Form an mir nicht so, es sollte immer etwas locker sein und eben zusammengesetzt.






Meinen eigenen Fotoapparat hatte ich nicht dabei, deshalb die nicht so gelungenen Fotos. Außerdem ist Schwarz einfach schwer zu fotografieren. 











Und dann bin ich mal wieder gespannt, was all die anderen beim MeMadeMittwoch heute zeigen. Und bei mir kommt bestimmt auch bald der Frühling ins Haus, ich bin ganz zuversichtlich.

Montag, 13. April 2015

Kurze Pause

Im Moment hab ich wenig Zeit für diesen Blog, da ich demnächst einen Ikebana Workshop gebe und mit den Vorbereitungen beschäftigt bin. Außerdem nähte ich am Wochenende ein schwarzes Oberteil für eine Beerdigung, also ist meine Zeit mal wieder übervoll genutzt.

Wer Lust hat, mal Ikebana anzugucken, klickt hier 

www.ikebanablog.wordpress.com/

Und ein paar Fotos über "Ikebana im Stoff"









Mittwoch, 8. April 2015

Agathes Mittelalter Kleider

Heute beim "Me made Mittwoch" zeige ich eine Variation meiner Mittelalter Kleidung.




Am Osterwochenende war Ritterfest auf der Zitadelle. Da ich sehr sehr gerne auf Mittelalter Feste gehe, habe ich natürlich in den letzten Jahren verschiedene Kleidung dafür genäht. 
Heute stelle ich die Winterausführung vor. Der Stoff ist ein etwas rustikaler, mit Struktur gewebter Poly-Misch. Vom Maybachufer in Kreuzberg für 7 € pro Meter, für den Preis hab ich die restlichen 8 Meter gekauft und mit mir rumgeschleppt (Riesenpaket!!). 






Kleid und Jacke nach meinen Grundschnitten genäht. Das Kleid bekam noch leicht geschnürte Seitenteile, wobei die Weite aus Pannesamt gearbeitet ist. (Oder wie nennt man das?)

Der Umhang ist ein Burda-Schnitt. Für den Umhang hatte ich nicht mehr so viel Stoff, er hätte weiter sein können.





Für ein Dezember-Event nähte ich eine sehr warme Jacke, die innen mit Steppstoff gefüttert ist. Das war nötig, denn es war bitterkalt damals. Heute, bei den Fotos (sind jetzt nicht soo toll geworden) sehe ich mit kritischem Blick, dass die Kombi Jacke auf Kleid nicht besonders vorteilhaft ist. Zu so einer Jacke müsste ich was Schmales untenrum tragen, ich weiß!  Ich denke natürlich über Veränderungen nach, aber es ist nicht ganz einfach, denn im Mittelalter trugen Damen keine schmalen Hosen oder Röcke.
Die Jacke kürzen passt vom Stil des Mittelalters auch nicht, die waren eher länger  -  und ein bisschen, wenigstens ein bisschen authentisch soll es für mich dann doch sein.  



Für die mittelalterliche Verzierung habe ich eine passende Borte im Internet bestellt, die auch gut passte. Weil sie sehr Ton in Ton ist, umrahmte ich sie zusätzlich mit verschiedenen Kordeln.
Die Kopfbedeckung ist eine Eigenkreation, die an eine authentische Kopfbedeckung des Mittelalters nur angelehnt ist. Sie besteht aus einem zusammengenähten und gefütterten Schlauch, an dem noch ein Schleier hängt. Aus Pannesamt.



Dazu die Tasche, aus einem alten Wollmantel genäht, die Nähte mit Leder eingefasst und den alten Nerzkragen auch noch rumdrapiert. An einer Seite hängt das Trinkhorn, an der anderen mein Dolch. In der Mitte ein kleines Hörnchen, dass ich im Garten meiner Eltern fand. Die Tasche, die unten dran hängt ist gekauft und enthält kleine Fläschchen für Medizin und Gift.





Das war es heute von mir, ich blättere jetzt bei den anderen Künstlerinnen auf dem MMM Blog.

Ach so -  was hat mein Winter-Mittelalter-Zeugs mit Frühling zu tun? Weil Frühling bei mir mit dem ersten Mittelalterfest beginnt.